WBS in Berlin: wer ihn braucht und wie man ihn bekommt
Wohnberechtigungsschein, Stufen 100 bis 180, Antrag beim Bezirksamt — und was der Dienst mit dem WBS tatsächlich macht.
Aktualisiert:
Was der WBS ist
Der Wohnberechtigungsschein ist eine Bescheinigung des Bezirksamts, dass Ihr Haushalt eine öffentlich geförderte Wohnung beziehen darf. Ein erheblicher Teil der günstigen Wohnungen in Berlin ist gefördert und ohne diesen Schein nicht zu bekommen.
Der Schein ist keine Wohnung und keine Zusage: er macht Sie nur bewerbungsfähig für diesen Teil des Bestands.
Die Stufen
In Berlin gibt es die Stufen WBS 100, 140, 160 und 180. Welche Stufe Sie erhalten, hängt von Ihrem Haushaltseinkommen und der Haushaltsgröße ab; im Angebot steht dann, welche Stufe die Wohnung verlangt.
Ein WBS mit höherer Stufe ist kein Ersatz für eine niedrigere: beides sind getrennte Grenzen, und das Angebot nennt die seine.
Wie man ihn beantragt
- Antrag beim Wohnungsamt Ihres Bezirksamts — in den meisten Bezirken auch online.
- Einkommensnachweise für alle Haushaltsmitglieder beilegen.
- Ausweis oder Reisepass und die Meldeadresse angeben.
- Den ausgestellten Schein aufbewahren: er gilt in der Regel ein Jahr und wird bei der Bewerbung verlangt.
Brandenburg hat einen eigenen WBS
Ein Berliner WBS gilt in Brandenburg nicht und umgekehrt — die Länder haben eigene Regeln. Die Stufen 100 bis 180 sind eine Berliner Besonderheit; in Brandenburg wird der Schein ohne diese Abstufung ausgestellt.
Im Profil des Dienstes werden beide deshalb getrennt erfasst.
Was der Dienst mit dem WBS macht — und was nicht
- Er beantragt den WBS nicht für Sie. Den Antrag stellen Sie selbst beim Bezirksamt.
- Ob ein Angebot einen WBS verlangt, ist dem Text des Angebots oft nicht zu entnehmen. Steht es nicht lesbar darin, wird die Bewerbung abgeschickt und über die Eignung entscheidet das Unternehmen.
- Ist ein Angebot als gefördert gekennzeichnet, die verlangte Stufe aber nicht lesbar, bewirbt sich der Dienst nicht blind.
- Ihre Stufe und, getrennt davon, ein Brandenburger Schein stehen im Profil und gehen in die Formulare ein, die danach fragen.
Was der Dienst übernimmt
- Beobachtet die öffentlichen Angebote der unten genannten Unternehmen in Berlin und Brandenburg — auch nachts und am Wochenende.
- Füllt deren öffentliche Bewerbungsformulare mit Ihren Profildaten aus und schickt die Bewerbung in Ihrem Namen ab.
- Klickt die Bestätigungslinks aus den E-Mails, wo die Bewerbung ohne diesen Klick nicht zählt.
- Sammelt die Antworten der Unternehmen in Ihrem Konto und meldet Einladungen zur Besichtigung.
- Wohnungen von Unternehmen ohne funktionierende automatische Bewerbung zeigt er Ihnen gar nicht an.
Was der Dienst nicht tut
- Er garantiert keine Wohnung. Über die Vergabe entscheiden allein die Wohnungsunternehmen.
- Er geht nicht zur Besichtigung, vereinbart keinen Termin und unterschreibt keinen Mietvertrag.
- Er verschickt keine SCHUFA und keine Gehaltsabrechnungen — die verlangt das Unternehmen später direkt von Ihnen.
- Er erfindet keine Angaben: was nicht im Profil steht, steht auch nicht im Formular.
- Verlangt ein Formular eine Datei als Anlage, schickt er es nicht ab — geraten wird hier nichts.
- Er ersetzt keine Rechts- oder Sozialberatung.
Wohnungsunternehmen mit automatischer Bewerbung
Berlin: HOWOGE, degewo, Stadt und Land, Gewobag, berlinovo, WBM, Vonovia, Deutsche Wohnen, ADLER Group.
Brandenburg: WOBRA, GuWo Guben, WBG Brandenburg, WOWI Frankfurt (Oder), WOBAG Schwedt, WoGe Finsterwalde.
Dieser Stand kommt aus dem Code des Dienstes, nicht aus einer Werbeliste. Kommt ein Unternehmen hinzu oder ändert es sein Formular, ändert sich diese Seite mit.
Ein Tarif: 29,99 € pro Monat inkl. 19 % MwSt., jederzeit kündbar. Zum Kennenlernen gibt es eine kostenlose Testfahrt: 24 Stunden, ohne Karte, bis zu 20 echte Bewerbungen, einmal pro Person. Sie endet von selbst und geht nicht in ein Abo über.